Zunächst benötigte ich einen mittelgroßen Turbankürbis. Das war keine Schwierigkeit, da meine Kürbisernte in diesem Jahr recht gewaltig war.
Übrigens heißen Turbankürbisse woanders auch Bischofsmützen und gehören zur Sorte Cucurbita maxima.
Hier mal ein Foto von dem Exemplar, das ich zubereitet habe:

Da war er noch ganz und wußte nicht, was ihm bevorstand.
Nun ja, der nächste Schritt bestand dann darin, einen mittelkräftigen Herrn mit einem scharfen Messer auszustatten und ihn zu bitten, einen Deckel von dem Kürbis abzuschneiden. In diesem Fall war es mein Bruder, der auch ohne zu Murren zur Tat schritt. Und so sah das Ergebnis aus:

Ich habe dann erstmal die Kerne und die faserigen Teile aus Kürbis und Deckel entfernt. Wer mag, kann die Kerne gern auch verarbeiten. Ich werfe sie allerdings meistens weg.
Mit einem Löffel habe ich dann das Kürbisfleisch herausgekratzt, bis nur noch ungefähr zwei Zentimeter am Rand vorhanden waren. Dann wurden Kürbis nebst Deckel mit Olivenöl eingepinselt und mit Kräutermeersalz gewürzt. Aber nur von innen! Anschließend muss der Kürbis mit Deckel im Backofen bei ungefähr 200°C schwitzen.
Wer jetzt allerdings denkt, dass man Freizeit hätte, der irrt gewaltig. Während der Kürbis schön gemütlich im Backofen vor sich hin garte, musste ich die Füllung vorbereiten.
Zunächst setzte ich das Wasser für den Reis und das für die Gemüsebrühe auf.
Dann schälte und hackte ich eine eher große Zwiebel. Mit Knoblauch brauchte ich mich diesmal nicht herumzuquälen, weil ich Granulat mitgebracht hatte.
Diese beiden Zutaten wurden nebst Hackfleisch in eine Pfanne mit heißem Olivenöl gegeben und gebraten.
Irgendwann zwischendurch habe ich den Reis ins gesalzene Kochwasser gegeben und die Brühe aufgegossen.
An dem Punkt fiel mir das Kürbisfleisch ins Auge. Wir erinnern uns, dass ich den Kürbis ausgehöhlt hatte. Das herausgekratzte Fleisch wird natürlich nicht weggeworfen, sondern mit etwas Brühe und vielen Kräutern der Provence in einen Topf gegeben und weichgekocht. Das tat ich nun also, während das Hackfleisch noch brutzelte, der Reis auf kleiner Flamme köchelte und der Kürbis es im Backofen schön warm hatte.
Das Hackfleisch musste dann aus der Pfanne, weil ich selbige noch für die Pilze benötigte. Da am Ende die Zutaten sowieso alle zusammengerührt werden, tat ich das Fleisch in einen großen Topf. Somit hatte ich die Pfanne frei für die Pilze.


An diesem Punkt war auch das Kürbisfleisch schon weich und folgte dem Hackfleisch in den großen Topf. Die Pilze brauchten auch nicht lange und der Reis war inzwischen auch in einem Zustand, der es erlaubte, ihn zu den anderen Zutaten zu geben. Wenn alles im Topf versammelt ist, wird kräftig mit Salz und Pfeffer gewürzt, so dass eine geschmacklich hochwertige Füllung dabei herausspringt.
Der Kürbis hatte ungefähr eine halbe Stunde im Backofen zugebracht, als ich die Füllung fertig hatte. Das genügte auch, denn er ist soweit, befüllt zu werden, wenn die Schale Blasen wirft.
Ich füllte also meine leckere Füllung in den Kürbis, goss noch etwas Brühe hinein und schob das Ganze, nur ohne Deckel zurück in den Ofen.
Jetzt hatte ich endlich Zeit genug für andere Dinge, da der Kürbis nochmal eine halbe Stunde ohne und dann noch 10 bis 15 Minuten mit Deckel im Backofen verbringen musste.
Und so sah das Resultat aus:

