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Schneesturm

Vielleicht hätte ich als Überschrift besser „Blizzard“ gewählt. Denn einen solchen habe ich schon erlebt, in Detroit vor ein paar Jahren. Da begann es irgendwann zu schneien und hörte nicht mehr auf. Von Schneesturm keine Spur, der Schnee fiel einfach nur in Massen vom Himmel.

So wie jetzt gerade.

Eigentlich sollte es heute nur ein wenig regnen, vormittags auch mit Schneeregen. Jedenfalls hatte der Wetterbericht sowas vorausgesagt. Aber aus dem Schneeregen ist inzwischen so eine Art Blizzard geworden. Mein Auto war innerhalb einer Stunde vollkommen eingeschneit.

Und so sieht es momentan draußen aus:

Blick über Baustelle und GartenBlick aus dem Fenster

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pünktlich zum Monatswechsel präsentiere ich diesmal meinen Kaktus des Monats: Echinofossulocactus albatus.

Echinofossulucactus albatus

Zur Begründung:

Wie auf dem Foto sehr schön zu erkennen ist, glänzt dieser Kaktus durch die weiße Wolle an seinen Areolen. Dadurch fällt er im Kakteenbeet  jetzt besonders auf. Er ist sozusagen der einzige „Farbklecks“ im tristen grün-grauen Ensemble.

Musikalisches

Seit ich einen funktionierenden Plattenspieler und neue Boxen habe, höre ich so nach und nach meine ganzen alten Schallplatten.

Durch die Klassik habe ich mich halbwegs durchgeackert. Ich wußte gar nicht, dass ich so viele Stücke von Beethoven besitze.

Jetzt bin ich bei den Liedermachern angelangt, Gerhard Schöne und Kurt Demmler zum Beispiel. Bei manchen Textstellen ist mir aufgefallen, dass man schon gelernter DDR-Bürger sein muss, um sie zu verstehen.

Zwischendurch habe ich die Puhdys aufgelegt und festgestellt, dass ich bei „Das Buch“ immer noch ein leichtes Gänsehautgefühl bekomme.

Jedenfalls sind immer noch sehr viele Platten übrig. Mal sehen, welcher Schatz sich noch darunter verbirgt.

Herbstfarben

Im Garten ist es herbstlich geworden. Der Trompetenbaum glänzt noch grün, während der Perrückenstrauch sich mit roten Blättern schmückt. Die gelbe Färbung gehört zum Gewürzstrauch.

Herbst 001

Auch meine Bonsaiprojekte haben inzwischen ihr Herbstlaub angelegt. Links eine kleine Eiche, rechts ein Fächerahorn, der leider schon einen Teil seiner Belaubung verloren hat.

Herbst 003Herbst 002

Brauche ich das?

Diese Frage habe ich mir in letzter Zeit oft gestellt.

Nun gut, zuerst hat mein Bruder mich das gefragt. Ich hatte nämlich Lust, mir ein Notebook oder ähnliches zu kaufen. Um mich richtig beraten zu können, wollte mein Bruder wissen, was ich damit vorhabe. Dadurch wurde mir bewußt, dass ich eigentlich nur eine Reiseschreibmaschine bräuchte, auf die ich aber auch gut verzichten kann. Papier und Kugelschreiber würden es womöglich auch tun.

Dann ist da noch das Handyproblem. Ich hatte ein Handy bis Ende September. Da ich es nur selten nutzte, habe ich kurzerhand den Vertrag gekündigt und lebe seitdem ohne Mobiltelefon. Meistens ist das auch ganz problemlos. Aber ab und zu, besonders wenn ich auf Reisen bin, möchte ich doch jemandem sagen, wie es mir geht. Ich brauche also doch ein mobiles Telefon. Wenn auch nur selten, aber ich brauche eines.

Womit ich bei der nächsten Frage bin: Warum gibt es kein Handy, das einfach nur als Telefon dient? Jedes Handy kann ja zumindest noch fotografieren. Aber einen Fotoapparat besitze ich schon. Ich muss auch nicht mit dem Handy im Internet surfen. Erstens habe ich dafür meinen Computer und zweitens ist das Handydisplay viel zu klein.

Ich werde mir trotzdem wieder ein Handy zulegen.

Nur zum Telefonieren.

Verrückt, oder?

Heute haben wir endlich mit der Quittenverarbeitung begonnen. Erst habe ich sie gewaschen und saubergerieben, dann hat mein Vater sie in Achtel geschnitten, was meiner Mutter – und dann auch mir – das Schälen erleichterte.

Erfolgreich haben wir mehrere Liter Quittenfond und einen Riesentopf Quittenmus hergestellt, um dann festzustellen, dass uns für die Bereitung von Quittengelee eine wichtige Zutat fehlte: viel Gelierzucker.

Nun war mir heute nicht so recht nach Radfahren. Also schlug ich meiner Mutter vor, die drei Kilometer zur nächsten Gelierzuckerverkaufstelle zu Fuß zurückzulegen. Das wäre ja schließlich auch Bewegung an frischer Luft und wir würden etwas Nützliches tun.

So brachen wir auf und wanderten durch unser Städtchen, wobei wir uns angeregt unterhielten. Dabei war der Weg stellenweise recht beschwerlich, da einige Straßen offensichtlich nicht zum Gebrauch für Fußgänger geschaffen wurden. Bäume hatten ihre Wurzeln so sehr entwickelt, dass der Fußweg stellenweise einer Berg- und Talbahn glich.

Trotzdem langten wir vergnügt an unserem Ziel an und machten uns zielstrebig auf die Suche nach Gelierzucker. Nun ja, Suche ist übertrieben, da wir ja wissen, wo der Gelierzucker steht. Wir wollten ihn  heute schließlich nicht zum ersten Mal käuflich erwerben.

Man stelle sich nun unsere Gesichter vor, als wir im Regal nur Gelierzucker für Erdbeerkonfitüre vorfanden. Erdbeerkonfitüre!

Auch nach Konsultation einer Verkäuferin verbesserte sich die Lage nicht, so dass wir unverrichteter Dinge wieder nach Hause gehen mussten.

Zunächst benötigte ich einen mittelgroßen Turbankürbis. Das war keine Schwierigkeit, da meine Kürbisernte in diesem Jahr recht gewaltig war.

Übrigens heißen Turbankürbisse woanders auch Bischofsmützen und gehören zur Sorte Cucurbita maxima.

Hier mal ein Foto von dem Exemplar, das ich zubereitet habe:

Turbankürbis 001

Da war er noch ganz und wußte nicht, was ihm bevorstand.

Nun ja, der nächste Schritt bestand dann darin, einen mittelkräftigen Herrn mit einem scharfen Messer auszustatten und ihn zu bitten, einen Deckel von dem Kürbis abzuschneiden. In diesem Fall war es mein Bruder, der auch ohne zu Murren zur Tat schritt. Und so sah das Ergebnis aus:

Turbankürbis 002

Ich habe dann erstmal die Kerne und die faserigen Teile aus Kürbis und Deckel entfernt. Wer mag, kann die Kerne gern auch verarbeiten. Ich werfe sie allerdings meistens weg.

Mit einem Löffel habe ich dann das Kürbisfleisch herausgekratzt, bis nur noch ungefähr zwei Zentimeter am Rand vorhanden waren. Dann wurden Kürbis nebst Deckel mit Olivenöl eingepinselt und mit Kräutermeersalz gewürzt. Aber nur von innen! Anschließend muss der Kürbis mit Deckel im Backofen bei ungefähr 200°C schwitzen.

Wer jetzt allerdings denkt, dass man Freizeit hätte, der irrt gewaltig. Während der Kürbis schön gemütlich im Backofen vor sich hin garte, musste ich die Füllung vorbereiten.

Zunächst setzte ich das Wasser für den Reis und das für die Gemüsebrühe auf.

Dann schälte und hackte ich eine eher große Zwiebel. Mit Knoblauch brauchte ich mich diesmal nicht herumzuquälen, weil ich Granulat mitgebracht hatte.

Diese beiden Zutaten wurden nebst Hackfleisch in eine Pfanne mit heißem Olivenöl gegeben und gebraten.

Irgendwann zwischendurch habe ich den Reis ins gesalzene Kochwasser gegeben und die Brühe aufgegossen.

An dem Punkt fiel mir das Kürbisfleisch ins Auge. Wir erinnern uns, dass ich den Kürbis ausgehöhlt hatte. Das herausgekratzte Fleisch wird natürlich nicht weggeworfen, sondern mit etwas Brühe und vielen Kräutern der Provence in einen Topf gegeben und weichgekocht. Das tat ich nun also, während das Hackfleisch noch brutzelte, der Reis auf kleiner Flamme köchelte und der Kürbis es im Backofen schön warm hatte.

Das Hackfleisch musste dann aus der Pfanne, weil ich selbige noch für die Pilze benötigte. Da am Ende die Zutaten sowieso alle zusammengerührt werden, tat ich das Fleisch in einen großen Topf. Somit hatte ich die Pfanne frei für die Pilze.

HackfleischPilze

An diesem Punkt war auch das Kürbisfleisch schon weich und folgte dem Hackfleisch in den großen Topf. Die Pilze brauchten auch nicht lange und der Reis war inzwischen auch in einem Zustand, der es erlaubte, ihn zu den anderen Zutaten zu geben. Wenn alles im Topf versammelt ist, wird kräftig mit Salz und Pfeffer gewürzt, so dass eine geschmacklich hochwertige Füllung dabei herausspringt.

Der Kürbis hatte ungefähr eine halbe Stunde im Backofen zugebracht, als ich die Füllung fertig hatte. Das genügte auch, denn er ist soweit, befüllt zu werden, wenn die Schale Blasen wirft.

Ich füllte also meine leckere Füllung in den Kürbis, goss noch etwas Brühe hinein und schob das Ganze, nur ohne Deckel zurück in den Ofen.

Jetzt hatte ich endlich  Zeit genug für andere Dinge, da der Kürbis nochmal eine halbe Stunde ohne und dann noch 10 bis 15 Minuten mit Deckel im Backofen verbringen musste.

Und so sah das Resultat aus:

Fertig mit DeckelFertig ohne Deckel

Und sie blüht doch noch …

Meine Ceropegia stapeliiformis hat sich endlich entschieden. Nachdem es so aussah als wollte sie durch das ganze Gewächshaus kriechen, hat sie nun doch noch ein wenig Kraft in die Blütenbildung gesteckt.

Wie man im Foto erkennen kann, ist eine Knospe schon abgeblüht, eine weitere noch nicht geöffnet und eine gerade dabei, sich zu öffnen.

Allerdings hatte ich ziemliche Schwierigkeiten, diese relativ kleinen Blütenknospen mit meiner Kamera einzufangen. Nun ja, ich bin trotzdem ganz zufrieden mit dem Ergebnis.

Ceropegia stapeliiformis 2009

Sonne im Garten

Mein Vater mag Sonnenblumen nicht.

Mein Vater mag Vögel.

Diese füttert er gern mit Sonnenblumenkernen.

Natürlich kommt es so dazu, dass ab und zu auch ein Sonnenblumensämling im Garten zu finden ist. Im letzten Jahr hat er diesen einen offensichtlich übersehen. So konnte mitten im Oleander eine kleine Sonne aufgehen:

Sonnenblume im Oleander

Sonne im Oleander

Über der ganzen Arbeit hätte ich ja fast vergessen, den Septemberkaktus zu küren. Aber besser spät als nie:

Rebutia pulchella

Rebutia pulchellaZur Begründung:

Es handelt sich um ein noch ziemlich kleines Kaktusexemplar, das womöglich zwischen den anderen Kakteen gar nicht auffallen würde, wenn es nicht ständig blühte. Seit Ende Mai will dieser Winzling gar nicht aufhören zu blühen. Selbst Anfang Oktober hatte er noch eine Blüte, die aber inzwischen verblüht ist.

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