Dezember 1, 2009 von timoria
Obwohl ich jetzt nur noch selten nach meinen Kakteen sehe – schließlich sind sie in der Winterruhe -, habe ich einen Kaktus des Monats gekürt. Es ist ein Echinocereus viridiflorus.

Zur Begründung:
Dieses Exemplar stand bisher in einem Kakteenbeet am Bungalow. Dort war es gewissen Widrigkeiten, meist in Form von Vögeln ausgesetzt, die es ziemlich zerhackt haben. Deshalb habe ich den kleinen Kaktus ins Gewächshaus geholt. Dort hat er sich von den Strapazen gut erholt und wird sich hoffentlich im nächsten Frühjahr mit einem reichen Blütenflor bedanken.
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November 30, 2009 von timoria
Gestern abend bin ich von einer Exkursion zurückgekommen. Es war zwar nur eine Woche, aber die hatte es in sich. Entsprechend geschafft war ich dann auch, als ich endlich zu Hause ankam.
Nachdem ich mein Gepäck abgestellt hatte, beschloss ich, mich sofort um meine Pflanzen im Winterquartier zu kümmern. Schließlich hatten sie eine ganze Woche weder Wasser noch persönliche Ansprache erhalten.
Mit der gut gefüllten Wasserkanne betrat ich das Treppenhaus. Doch irgendwie war ich wohl noch nicht wieder ganz zu Hause. Ich trat fehl und rutschte dann auf dem Hinterteil die Treppe hinunter.
Au. Das tat weh.
Nachdem ich mich vergewissert hatte, dass ich mich noch bewegen konnte und nichts gebrochen war, untersuchte ich besorgt den Inhalt der Wasserkanne. Es war noch fast alles drin und meine Pflanzen kamen zwar nicht mehr zur persönlichen Ansprache aber immerhin zu Wasser.
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November 9, 2009 von timoria
Mein Vater kam heute nach Hause und wollte wissen, ob ich einen kleinen Kaktus für einen seiner Bekannten hätte. Offenbar hat der noch irgendwo Platz für eine Minipflanze.
Ich habe natürlich.
Obwohl sich meine Kakteen so langsam zur Ruhe begeben sollten, habe ich einen meiner Zweijährigen in einen Topf gesetzt und an meinen Vater übergeben.
Morgen wird der Kleine nun also in ein warmes Badezimmer ziehen und so um seine wohlverdiente Winterruhe kommen.
Und ich ärgere mich, dass ich nicht einfach einen Schwiegermutterstuhl ausgewählt habe.
Vielleicht tausche ich ihn morgen früh noch aus.
An manchen Kakteen hängt mein Herz offenbar mehr als an anderen.
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November 9, 2009 von timoria
In meiner Schule stand ein Ficus herum.
Seit Beginn dieses Schuljahres betrachtete ich das Exemplar mit wachsendem Mitleid.
Man muss nämlich wissen, dass diese Pflanze ursprünglich das Zimmer des Direktors schmückte. Als sie aber ihre Blätter abwarf, wurde sie in den Flur abgeschoben, wo sie seitdem ihr Dasein fristete.
Bis heute.
Heute konnte ich mir das Elend nicht länger ansehen. Ich bat darum, mich um diesen armen Ficus kümmern zu dürfen.
Als wir zu Hause ankamen, sah er so aus:

Inzwischen habe ich ihn umgetopft und radikal zurückgeschnitten. Dabei habe ich auch noch ein paar Klemmen entfernt, mit denen er an einer Bambusstange befestigt war. Sowohl Klemmen als auch Stange waren schon ein wenig eingewachsen.
Nun steht in meinem Badezimmer ein Ficusstrunk herum.
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November 4, 2009 von timoria
Vielleicht hätte ich als Überschrift besser “Blizzard” gewählt. Denn einen solchen habe ich schon erlebt, in Detroit vor ein paar Jahren. Da begann es irgendwann zu schneien und hörte nicht mehr auf. Von Schneesturm keine Spur, der Schnee fiel einfach nur in Massen vom Himmel.
So wie jetzt gerade.
Eigentlich sollte es heute nur ein wenig regnen, vormittags auch mit Schneeregen. Jedenfalls hatte der Wetterbericht sowas vorausgesagt. Aber aus dem Schneeregen ist inzwischen so eine Art Blizzard geworden. Mein Auto war innerhalb einer Stunde vollkommen eingeschneit.
Und so sieht es momentan draußen aus:


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November 1, 2009 von timoria
Pünktlich zum Monatswechsel präsentiere ich diesmal meinen Kaktus des Monats: Echinofossulocactus albatus.

Zur Begründung:
Wie auf dem Foto sehr schön zu erkennen ist, glänzt dieser Kaktus durch die weiße Wolle an seinen Areolen. Dadurch fällt er im Kakteenbeet jetzt besonders auf. Er ist sozusagen der einzige “Farbklecks” im tristen grün-grauen Ensemble.
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Oktober 30, 2009 von timoria
Seit ich einen funktionierenden Plattenspieler und neue Boxen habe, höre ich so nach und nach meine ganzen alten Schallplatten.
Durch die Klassik habe ich mich halbwegs durchgeackert. Ich wußte gar nicht, dass ich so viele Stücke von Beethoven besitze.
Jetzt bin ich bei den Liedermachern angelangt, Gerhard Schöne und Kurt Demmler zum Beispiel. Bei manchen Textstellen ist mir aufgefallen, dass man schon gelernter DDR-Bürger sein muss, um sie zu verstehen.
Zwischendurch habe ich die Puhdys aufgelegt und festgestellt, dass ich bei “Das Buch” immer noch ein leichtes Gänsehautgefühl bekomme.
Jedenfalls sind immer noch sehr viele Platten übrig. Mal sehen, welcher Schatz sich noch darunter verbirgt.
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Oktober 28, 2009 von timoria
Im Garten ist es herbstlich geworden. Der Trompetenbaum glänzt noch grün, während der Perrückenstrauch sich mit roten Blättern schmückt. Die gelbe Färbung gehört zum Gewürzstrauch.

Auch meine Bonsaiprojekte haben inzwischen ihr Herbstlaub angelegt. Links eine kleine Eiche, rechts ein Fächerahorn, der leider schon einen Teil seiner Belaubung verloren hat.


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Oktober 27, 2009 von timoria
Diese Frage habe ich mir in letzter Zeit oft gestellt.
Nun gut, zuerst hat mein Bruder mich das gefragt. Ich hatte nämlich Lust, mir ein Notebook oder ähnliches zu kaufen. Um mich richtig beraten zu können, wollte mein Bruder wissen, was ich damit vorhabe. Dadurch wurde mir bewußt, dass ich eigentlich nur eine Reiseschreibmaschine bräuchte, auf die ich aber auch gut verzichten kann. Papier und Kugelschreiber würden es womöglich auch tun.
Dann ist da noch das Handyproblem. Ich hatte ein Handy bis Ende September. Da ich es nur selten nutzte, habe ich kurzerhand den Vertrag gekündigt und lebe seitdem ohne Mobiltelefon. Meistens ist das auch ganz problemlos. Aber ab und zu, besonders wenn ich auf Reisen bin, möchte ich doch jemandem sagen, wie es mir geht. Ich brauche also doch ein mobiles Telefon. Wenn auch nur selten, aber ich brauche eines.
Womit ich bei der nächsten Frage bin: Warum gibt es kein Handy, das einfach nur als Telefon dient? Jedes Handy kann ja zumindest noch fotografieren. Aber einen Fotoapparat besitze ich schon. Ich muss auch nicht mit dem Handy im Internet surfen. Erstens habe ich dafür meinen Computer und zweitens ist das Handydisplay viel zu klein.
Ich werde mir trotzdem wieder ein Handy zulegen.
Nur zum Telefonieren.
Verrückt, oder?
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Oktober 26, 2009 von timoria
Heute haben wir endlich mit der Quittenverarbeitung begonnen. Erst habe ich sie gewaschen und saubergerieben, dann hat mein Vater sie in Achtel geschnitten, was meiner Mutter – und dann auch mir – das Schälen erleichterte.
Erfolgreich haben wir mehrere Liter Quittenfond und einen Riesentopf Quittenmus hergestellt, um dann festzustellen, dass uns für die Bereitung von Quittengelee eine wichtige Zutat fehlte: viel Gelierzucker.
Nun war mir heute nicht so recht nach Radfahren. Also schlug ich meiner Mutter vor, die drei Kilometer zur nächsten Gelierzuckerverkaufstelle zu Fuß zurückzulegen. Das wäre ja schließlich auch Bewegung an frischer Luft und wir würden etwas Nützliches tun.
So brachen wir auf und wanderten durch unser Städtchen, wobei wir uns angeregt unterhielten. Dabei war der Weg stellenweise recht beschwerlich, da einige Straßen offensichtlich nicht zum Gebrauch für Fußgänger geschaffen wurden. Bäume hatten ihre Wurzeln so sehr entwickelt, dass der Fußweg stellenweise einer Berg- und Talbahn glich.
Trotzdem langten wir vergnügt an unserem Ziel an und machten uns zielstrebig auf die Suche nach Gelierzucker. Nun ja, Suche ist übertrieben, da wir ja wissen, wo der Gelierzucker steht. Wir wollten ihn heute schließlich nicht zum ersten Mal käuflich erwerben.
Man stelle sich nun unsere Gesichter vor, als wir im Regal nur Gelierzucker für Erdbeerkonfitüre vorfanden. Erdbeerkonfitüre!
Auch nach Konsultation einer Verkäuferin verbesserte sich die Lage nicht, so dass wir unverrichteter Dinge wieder nach Hause gehen mussten.
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